Richtig kompostieren – Komposterde als natürlicher Dünger

Meiner Meinung nach sollte richtiges kompostieren schon von klein-auf beigebracht werden! Die Leute beschweren sich, das sich Tiere im Kompost einnisten können und Ratten angezogen werden, doch ist dies kein Wunder wenn man Fleischreste in seinem Komposter zu entsorgen versucht. Nichts desto Trotz kann man sich auch Ärger mit den Nachbarn einhandeln, wenn man der Verursacher für die Rattenplage ist, auch wenn es vielleicht unbewusst geschieht.

Aber schon bei der alltäglichen Gartenpflege fallen eine Menge kompostierbarer Reste an.

Kompostieren - Was ist zu beachten?
Richtig kompostieren und unterschiedlich schichten, einfacher gesagt als getan. Wir besitzen zwei Komposter für unsere 850m2 Grundstücksfläche und knabbern nicht selten am Maximum, doch das meiste was anfällt ist der immer wiederkehrende Rasenschnitt. So gut es geht versuchen wir zwischen dem alle zwei Wochen anfallenden Rasenschnitt auch gejätetes Unkraut und Blätter oder Rebschnitt für die Gartenpflege zu entsorgen. Aber auch Kartoffelschalen, Kaffeesatz, zerdrückte Eierschalen, loser Tee und Teebeutel ohne Metallklammern finden Platz in unseren beiden Kompostern.

Da ein Komposthaufen Feuchtigkeit benötigt, gießen wir an heißen Tagen auch gerne mal eine 8 Liter Gießkanne voll Regenwasser hinein. Damit Bakterien und Kleinstlebewesen, sowie Regenwürmer ihren Weg in den Komposter finden ist auch die Anbindung an das Erdreich sehr wichtig, weswegen ich jeweils mittig unter den beiden Kompostern eine halbe Gehwegplatte entfernt habe.

Kosten sparen
Nachdem wir uns zwei Komposter für jeweils 25 Euro angeschafft hatten, konnten wir nun endlich auch die Grüne Tonne abbestellen. Jeden Monat 13 Euro für die Grüne Tonne auszugeben läppert sich auf die dauer auch. Zu alledem brauchen wir kein Geld mehr in Blumenerde investieren und können unsere eigene Komposterde verwenden.

Komposterde als natürlicher Dünger
Der reine, fertige Kompost ist hochkonzentriert und damit die Wurzeln der Pflanzen nicht verbrennen, sollte er immer zu 60-70% mit normaler Gartenerde vermischt werden. Komposterde ist der ideale Dünger aus der Natur für jeden Bio-Gärtner.

Bio-Zitronen und Bio-Orangenschalen dürfen ebenfalls in den Komposter. Abstand sollte man von "normalen" Orangenschalen oder Bananenschalen nehmen, da diese in aller Regel mit Pestiziden behandelt sind und die Kleinstlebewesen in der Komposterde zerstören.

Diese natürlichen Reste dürfen in den Komposter:
  • Eierschalen, vorher zerdrücken damit sie besser zergehen.
  • Unbehandelte Bio-Zitronenschalen oder Bio Orangenschalen.
  • Kaffeesatz belebt die Bodenlebewesen.
  • Loser Tee oder Teebeutel aus Papier ohne Metallklammer
  • Kartoffelschalen
  • Blätter und Laub
  • Rasenschnitt, nicht zuviel auf einmal, Schimmelgefahr.
  • Rebschnitt
  • Holzasche nur in geringen Mengen.
  • Rohe Gemüseabfälle
Diese Abfälle gehören nicht in den Komposter:
  • Fleisch- und Fischreste gekocht oder Roh, lockt Ratten an.
  • Andere proteinhaltige Lebensmittel
  • Äste und Zweige verrotten nur sehr langsam.
  • Schnittblumen aus dem Supermarkt können auch Pestizide enthalten.
  • Keine Vogelmiere, Girsch und Pede - Geht nicht kaputt und verteilt sich so im ganzen Garten.

Die Lebensdauer eines Komposter aus Holz hält sich in Grenzen. Das Holz fängt an zu vermodern und verrottet schon nach kurzer Zeit. Ein Komposter aus recyceltem Kunststoff ist günstig, hält viele Jahre hinweg der Witterung stand und spart einem viel Geld.

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